Reimarusstraße 12
20459 Hamburg
Gemeindereferentin Ute Große Harmann
Telefon +49 40 41 54 28 72
+49 (0) 16 32 48 77 17
Fax +49 40 41 54 28 73
info [at] stella-maris.de
 

Internationale Arbeit konkret: Zusammen arbeiten
06.06.07 | Michelle Homden (Übersetzung Sebastian Fiebig)
Der wirtschaftliche Druck, die Ladekapazität von Schiffen immer voll auszuschöpfen und den Hafen rasch wieder zu verlassen bedeutet schnell wenig Zeit für die Seeleute, ihre persönlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Als eine enttäuschte Mannschaft den Hafen lassen musste, arbeitete das internationale Stella-Maris-Netzwerk zusammen, um zu helfen.
Plymouth, England
Stella-Maris-Seelsorgerin Louise Carter besuchte das Schiff zuerst im Hafen von Plymouth, England. Sie berichtet, dass das Schiff in gutem Zustand war. Gleichwohl war die Mannschaft, die aus Russland, der Ukraine, aus den Philippinen und von den Kapverdischen Inseln kam, unglücklich. Der Zweite Offizier erklärte, ihre Waschmaschine sei defekt. Die Besatzung hatte zwei Monate auf Ersatz gewartet, der diesen Tag angekommen war. Aber die Reederei hatte keine neue Waschmaschine besorgt, sondern eine alte, die kaputtging, noch bevor die Mannschaft ihre Kleidung waschen konnten.

Seeleute arbeiten in langen Schichten, und ihre Arbeit ist körperlich anstrengend. Saubere Kleidung ist für sie ein einfaches, aber sehr wichtiges Bedürfnis. Handwäsche ist zeitaufwändig und weniger effizient als das Waschen mit einer Maschine. Natürlich war die Mannschaft sehr enttäuscht, dass sich ihr Arbeitgeber nicht um ihre Bedürfnisse gekümmert hatten.

Die Mannschaft hatte noch einen anderen Grund enttäuscht zu sein: Ihr Fernseher ging auch nicht mehr. Seeleute verbringen viel Zeit auf der hohen See. Das Fernsehen kann ihnen helfen, sich dort weniger einsam zu fühlen. Es bedeutet durch die Nachrichten eine Verbindung zur Außenwelt, und es ist eine der wenigen Möglichkeiten, sich an Bord zu entspannen. Obwohl das Schiff am nächsten Tag ablegen sollte, hat Louise beschlossen, etwas zu tun, um diesen Seeleuten zu helfen.

Am Abend fragte Louise telefonisch viele Menschen, ob sie einen Fernsehapparat für die Seeleute spenden könnten. Sie konnte sich drei Geräte ansehen, aber befand, dass ihre Qualität zu schlecht war. Sehr enttäuscht kehrte Louise am nächsten Morgen zum Schiff zurück, um den Seeleuten zu berichten, dass sie keinen Fernseher für sie finden konnte. Die Crew bedankte sich für ihre Bemühungen und sagte "Auf Wiedersehen". Das Schiff nahm Kurs auf Hamburg.

Hamburg, Deutschland
Louise trat mit Stella-Maris-Seelsorger Sebastian Fiebig im Hafen von Hamburg in Kontakt und erklärte ihm die Situation. Einige Tage später kam das Schiff in Hamburg an. Sebastian machte sich auf den Weg zum Schiff und bat, mit dem Zweiten Offizier zu sprechen. Der war sehr überrascht, als Sebastian sagte: "Ich habe gehört, dass Sie einen neuen Fernseher brauchen." Seine Überraschung wurde zu großer Freude, als Sebastian sagte: "Ich habe zwei in meinem Kleinbus für Sie dabei."

Die Fernseher wurden von Gemeindemitgliedern in Sebastians Pfarrgemeinde gespendet. Da es Sonntag war, war das Eingangstor des Terminals geschlossen und es war nicht möglich, mit dem Kleinbus bis an das Schiff heranzufahren. So mussten die Seeleute die Fernseher den ganzen Weg zum Schiff tragen.

Medway River, England
Um die Geräte aber zu anzuschließen, wurde ein neues Koaxialkabel gebraucht. Es war keine Zeit mehr, es in Hamburg zu besorgen, da das Schiff abfahren sollte Richtung England, diesmal zu einem Hafen auf dem Fluß Medway. Sebastian trat mit dem Stella-Maris-Mitarbeiter der Medway-Häfen, Diakon Daniel Mulcahy, in Kontakt. Daniel besuchte das Schiff, als es in England ankam, und brachte der Mannschaft ein neues Koaxialkabel.
Happy End
Jetzt kann die Mannschaft sich entspannen und zusammen fernsehen. Die Seeleute wissen: Wohin sie auch reisen, die Stella-Maris-Mitarbeiter werden immer ihr Bestes tun, um zu helfen. Leider schenkte die Reederei den Bedürfnissen der Seeleute, die sie beschäftigt, wenig Aufmerksamkeit. Gleichwohl freuen wir uns, dass während des Stopps in Hamburg im Auftrag des Reeders auch die Waschmaschine auf dem Schiff repariert wurde.
Dieser Artikel in englischer Sprache: Working together
Zitat:
"Die Benutzung von Ozean und Luft steht allen zu, und kein Volk und keine Privatperson kann Anspruch auf die See erheben."
Elizabeth I., 1533 bis 1603
Hilfe:

Hamburg:

Reimarusstrasse 12
20459 Hamburg
Germany

+49 40 41542872

+49 40 41542873

Spendenkonto:

Kontoinhaber:

  Erzbistum Hamburg
Verwendungszweck:

  Spende

  Seemannmission

Konto:

  5100
Bank:

  DKM

Bankleitzahl:

  400 602 65
Swift/BIC-Code:

  GENODEM1DKM

 

© Katholische Seemannsmission Stella Maris - code & design Fabian Huber und Sebastian Fiebig