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Internationale
Arbeit konkret: Zusammen arbeiten
06.06.07 | Michelle Homden (Übersetzung Sebastian Fiebig) |
| Der wirtschaftliche Druck, die Ladekapazität von Schiffen immer voll auszuschöpfen und den Hafen rasch wieder zu verlassen
bedeutet schnell wenig Zeit für die Seeleute, ihre persönlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Als eine enttäuschte Mannschaft
den Hafen lassen musste, arbeitete das internationale Stella-Maris-Netzwerk zusammen, um zu helfen. |
| Plymouth, England |
Stella-Maris-Seelsorgerin Louise Carter besuchte das Schiff zuerst im Hafen von Plymouth, England. Sie berichtet, dass
das Schiff in gutem Zustand war. Gleichwohl war die
Mannschaft, die aus Russland, der Ukraine, aus den Philippinen
und von den Kapverdischen Inseln kam, unglücklich. Der Zweite
Offizier erklärte, ihre Waschmaschine sei defekt. Die Besatzung hatte
zwei Monate auf Ersatz gewartet, der diesen Tag angekommen war. Aber die Reederei hatte keine neue Waschmaschine besorgt,
sondern eine alte, die kaputtging, noch bevor die Mannschaft ihre Kleidung waschen konnten.
Seeleute arbeiten in langen Schichten, und ihre Arbeit ist körperlich anstrengend. Saubere Kleidung ist für sie ein
einfaches, aber sehr wichtiges Bedürfnis. Handwäsche ist zeitaufwändig und weniger effizient als das Waschen mit einer
Maschine. Natürlich war die Mannschaft sehr enttäuscht, dass sich ihr Arbeitgeber nicht um ihre Bedürfnisse gekümmert
hatten.
Die Mannschaft hatte noch einen anderen Grund enttäuscht zu sein:
Ihr Fernseher ging auch nicht mehr. Seeleute verbringen viel
Zeit auf der hohen See. Das Fernsehen kann ihnen helfen, sich dort weniger einsam zu fühlen. Es bedeutet durch die Nachrichten eine
Verbindung zur Außenwelt, und es ist eine der wenigen Möglichkeiten, sich an Bord zu entspannen. Obwohl das Schiff am
nächsten Tag ablegen sollte, hat Louise beschlossen, etwas zu tun, um diesen Seeleuten zu helfen.
Am Abend fragte Louise telefonisch viele Menschen, ob sie einen Fernsehapparat für die Seeleute spenden könnten. Sie konnte
sich drei Geräte ansehen, aber befand, dass ihre Qualität zu schlecht war. Sehr enttäuscht kehrte Louise am nächsten Morgen
zum Schiff zurück, um den Seeleuten zu berichten, dass sie keinen Fernseher für sie finden konnte. Die Crew bedankte sich für
ihre Bemühungen und sagte "Auf Wiedersehen". Das Schiff nahm Kurs auf Hamburg. |
| Hamburg, Deutschland |
Louise
trat mit Stella-Maris-Seelsorger Sebastian Fiebig im Hafen von
Hamburg in Kontakt und erklärte ihm die Situation. Einige Tage
später kam das Schiff in Hamburg an. Sebastian machte sich auf
den Weg zum Schiff und bat, mit dem Zweiten Offizier zu
sprechen. Der war sehr überrascht, als Sebastian sagte: "Ich
habe gehört, dass Sie einen neuen Fernseher brauchen." Seine
Überraschung wurde zu großer Freude, als Sebastian
sagte: "Ich habe zwei in meinem Kleinbus für Sie dabei."
Die Fernseher wurden von Gemeindemitgliedern in Sebastians Pfarrgemeinde gespendet. Da es Sonntag war, war das
Eingangstor des
Terminals geschlossen und es war nicht möglich, mit dem Kleinbus bis an das Schiff heranzufahren. So mussten die Seeleute die
Fernseher den ganzen Weg zum Schiff tragen.
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| Medway River, England |
Um die Geräte aber zu anzuschließen, wurde ein neues Koaxialkabel gebraucht. Es war keine Zeit mehr, es in Hamburg zu
besorgen, da das Schiff abfahren sollte Richtung England, diesmal zu einem Hafen auf dem Fluß Medway. Sebastian trat mit
dem Stella-Maris-Mitarbeiter der Medway-Häfen, Diakon Daniel Mulcahy, in Kontakt. Daniel besuchte das Schiff, als es in England
ankam, und brachte der Mannschaft ein neues Koaxialkabel. |
| Happy End |
| Jetzt kann die Mannschaft sich entspannen und zusammen fernsehen. Die Seeleute wissen: Wohin sie auch reisen, die
Stella-Maris-Mitarbeiter werden immer ihr Bestes tun, um zu helfen. Leider schenkte die Reederei den Bedürfnissen der
Seeleute, die sie beschäftigt, wenig Aufmerksamkeit. Gleichwohl freuen wir uns, dass während des Stopps in Hamburg im Auftrag
des Reeders auch die Waschmaschine auf dem Schiff repariert wurde.
| | Dieser Artikel in englischer Sprache:
Working together |
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| | Zitat: |
| "Die Benutzung von Ozean und Luft steht allen zu, und kein Volk und keine Privatperson kann Anspruch auf die See erheben." |
| Elizabeth I., 1533 bis 1603 |
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