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Weihnachtsgottesdienst an Bord eines Kreuzfahrtschiffes
25.12.07 | Sebastian Fiebig |
Nein,
wir haben keinen Kurzurlaub in der Karibik gemacht. Das große
Kreuzfahrtschiff liegt seit Wochen in der Werft um Reparaturarbeiten und
Umbauten durchzuführen sowie das Schiff um 20 Meter zu verlängern. Rund
300 Besatzungsmitglieder blieben über Weihnachten für
Ausbesserungsarbeiten an Bord. Bei einem Schiffsbesuch einige Tage zuvor
herrschte noch geschäftiges Treiben in der Werft, aber am Weihnachtstag
sahen wir niemanden außer den Pförtner außerhalb des Schiffes.
Wir
feierten eine Weihnachtsmesse im Großen Festsaal mit 100
Seeleuten, fast alle Philippinos. Kaplan Stefanowski predigte über das
Weihnachtslied "Es kommt ein Schiff geladen", das von einem Schiff mit
einer kostbaren Fracht erzählt, ein Symbol für Maria, die mit ihrem Sohn
Jesus schwanger ist und ihn zu den Menschen trägt. Nach der Messe haben
wir mit einigen Schwierigkeiten gerechnet, 60 Weihnachtspäckchen auf 100
Seeleute zu verteilen, aber das löste sich sehr schnell von ganz alleine.
Wir haben eine Reihe Newsletter verteilt, die den Seeleuten Nachrichten
aus der Heimat brachten, die ihnen in der Weihnachtszeit noch wichtiger
als sonst sind. |
| Dieser Artikel in englischer Sprache:
Christmas on a cruise ship |
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Sternstunde im Leben einer Schiffsbesucherin
22.11.07 | Annemie Schneeberger |
Sternstunden
gibt es auch im Leben von Schiffsbesuchern. Kürzlich begleitete mich eine
Journalistin in den Hamburger Hafen, die einen Artikel über Stella Maris
schreiben will. An Bord eines Schiffes begrüßt uns ein „blutjunger“
deutscher Kapitän, gerade zwei Stunden im Amt. Als wir uns vorstellen,
zeigt dieser sich besonders erfreut. Er ist regelmäßiger Leser unseres
Newsletters „Leuchtfeuer“ und bekennender Katholik. Im Gespräch macht er
immer wieder deutlich, wie wichtig solche Informationen und die Dienste
der Seemannsmissionen fern der Heimat sind. Der 29jährige berichtet launig
und zugleich höchst interessant über das Leben an Bord, die kleinen
Freuden und auch die Schwierigkeiten in der heutigen Schifffahrt. Mit
Seefahrer-Romantik hat das nichts mehr zu tun. Immer kürzere Liegezeiten
erfordern eine ganz besondere Berufseinstellung. Eines seiner persönlichen
Highlights sei ein Ostergottesdienst in Dünkirchen gewesen, schwärmt der
Kapitän, eine der wenigen Gelegenheiten, überhaupt von Bord zu kommen. In
entspannter Atmosphäre plaudern wir noch kurz über „Gott und die Welt“.
Nach Verlassen des Schiffes fragt mich die Journalistin, ob dies nun ein
typischer Schiffsbesuch gewesen sei. Die ehrliche Antwort: Nein. Wir haben
nicht so häufig mit Offizieren zu tun, die deutsch sprechen, zudem
katholisch sind, unsere Publikationen kennen und unsere Arbeit in den
Himmel loben. Alles nur Zufall?
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