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Stella
Maris - Unsere Patronin
15.03.07 | Sebastian Fiebig |
Stella
Maris (Latein für: Stern des Meeres) ist ein alter Beiname von Maria, der Mutter Jesu.
Stella Maris ist weltweit auch der "Markenname" für für die
Sorge der katholischen Kirche um Seeleute. Das Apostolische
Schreiben Papst Johannes Pauls II. "Stella Maris" über das
Apostolat des Meeres vom 31. Januar 1997 beschreibt den
Seelsorgeauftrag der Kirche:
Stella Maris, Meeresstern, ist der
beliebteste Beiname, mit dem die Seeleute seit jeher diejenige
anriefen, deren Schutz und Beistand sie vertrauen: die
Jungfrau Maria. Jesus Christus, ihr Sohn, begleitete seine
Jünger auf ihren Fischerbooten, stand ihnen in Seenot bei und
beruhigte den Sturm. So begleitet auch die Kirche mit der
Seefahrt verbundene Menschen, indem sie sich der besonderen
geistlichen Bedürfnisse jener Personen annimmt, die sich aus
verschiedenen Gründen auf See aufhalten und arbeiten. |
| Die Herkunft des Namens Stella Maris |
Woher kommt nun der Begriff "Stella Maris", dieser seltsame Beiname Mariens? Es gibt zwei Theorien dazu. Die eine
nennt einen Schreibfehler als Ursache. Der hebräische Name Mariens lautet Mirjam.
Man kann dieses Wort in seine Bestandteile zerlegen, מר (mir/mar, Tropfen)
und ימ (jam, Meer). Der Name Maria bedeutete dann Meerestropfen, und der Heilige
Hieronymus hat sich dazu seine Gedanken gemacht, was das meinen könnte.
Und auch andere haben diesen Namen zu deuten versucht:
Stilla bedeutet 'Tropfen' aus dem 'Meer' der Unendlichkeit und Unermeßlichkeit Gottes, ihm
so wunderbar ähnlich, kraft seiner schenkenden Gnade, wie das Tröpflein dem Meer gleicht.
Durchsichtig, klar, aufleuchtend im Strahl des Lichtes und ihn wiedergebend, bewegt und
ruhig und lebentragend. Wer schon den Tropfen bewundert – und so
bewundert: muß er nicht in Sehnsucht entbrennen nach dem Meere?
Wenn er die Wunder im Tropfen ein wenig nur begriffe und sie ihn
froh machten – wird er nicht spüren, daß sie
ihm doch nie genügen können und nie genügen dürfen – und wird er nicht
hineintauchen wollen und müssen in die Abgründe des Meeres, das rings um ihn
und in ihm selbst aufrauscht, um ihn in sich hineinzunehmen für immer? Maria
ein Tropfen aus dem Gottesmeer – wie unsäglich schon diese Tröpflein, ein
Nichts, gemessen an der brausenden und schweigenden, jauchzend-überströmenden,
selig-bewegten Herrlichkeit des Meeres.
Franz Moschner, Unsere Liebe Frau von der erfrischenden
Quelle, 1963
Zurück zu Hieronymus: Auf Latein, seiner Sprache, heißt Meerestropfen stilla maris.
Daraus soll dann durch einen Schreibfehler bald stella maris, also
Meeresstern geworden sein. Soweit die erste Theorie.
Schon früh wurde Maria als Schutzpatronin der Seefahrer gesehen und verehrt.
Seeleute mussten sich beim Navigieren früher auf die Sterne
verlassen. Da war es gut, wenn ein besonders heller Stern oder Planet ihnen den Weg wies.
Die Seeleute haben sich bei ihren gefährlichen Fahrten auch dem Schutz und der Führung
Gottes und Mariens anvertraut. Auch Maria weist eine Richtung, sie zeigt uns den Weg zu ihrem
Sohn Jesus Christus. So sind die beiden Wegweiser, die Sterne und Maria, zu einem Symbol verschmolzen,
und Maria wurde der "Meerstern" Stella Maris. Das wäre dann die
zweite Entstehungstheorie. Viele Kirchenlieder und Hymnen weisen noch heute
auf diesen Beinamen Mariens hin: Meerstern ich dich grüße, Wie
überleuchtend der Meerstern glänzet, Ave Maris stella:
Ave maris stella / Dei mater alma
Atque semper virgo / Felix coeli porta
Gegrüßest seist du, Meeres Stern / Mutter Gottes
Dennoch immer Jungfrau / Glückliche Pforte des Himmels
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| Maria als Wegweiser zu Gott |
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Was
bedeutet Maria nun für uns? Maria ist für Katholiken nie von
ihrem Sohn Jesus Christus zu trennen. Maria ist immer Hinweis
auf Gott selber. Wenn wir sie ehren, ehren wir Gott. Wenn wir
an sie denken, denken wir an Jesus Christus. Maria führt und
leitet uns zu ihm hin. Deshalb kann sie uns auch heute
Orientierung geben und uns zu dem leiten, den sie geboren hat.
Wir können uns ihrem Schutz und ihrer Führung anvertrauen und
uns von ihr Richtung und Ziel unseres Lebens weisen lassen:
Gott, der in unsere Welt kam und sein Reich, das nicht von
dieser Welt ist. Zugleich kann uns Maria als eine mutige Frau
Vorbild im Glauben sein. Sie hat die Botschaft des Engels
angenommen, sie ist mit Jesus ihren Weg gegangen, hat ihn
sterben sehen und wurde Zeugin der Auferstehung. Sie bestärkt
uns darin, uns ebenso in unserem Lebensweg auf Jesus
einzulassen und ihm nachzufolgen. |
| Externer Link:
Motu Proprio Stella Maris |
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Weitere
Schutzpatrone der Seefahrer
15.04.07 | Sebastian Fiebig |
| Schutzpatrone sind Heilige oder
Selige, die als Patron bestimmter Berufsstände, Länder oder
Gemeinschaften verehrt werden. Es gibt viele Heilige, die als
Schutzpatron der Seefahrer gelten. Oft verbindet sich mit ihrem
Leben oder der Legende, die sich um ihr Leben rankt, ein
besonderer Bezug zum Meer oder zu den Seeleuten. |
| Einige Schutzheilige der Seeleute |
Clemens I. lebte um 50-100 in Rom. Er
war einer der ersten Bischöfe von Rom und gilt als Verfasser
des Ersten Clemensbriefes. Legende: Er starb als Märtyrer und
wurde mit einem Mühlstein um den Hals ertränkt.
Nikolaus von Myra lebte im 3. Jh. in Myra,
Kleinasien und war dort Bischof. Legende: In Seenot geratenen
Seeleuten erscheint ein Mann und
übernimmt
das Ruder, setzt die Segel und stillt den Sturm. Zum Dank beten
sie geretteten Seeleute in der Kirche von Myra und erkennen den
Heiligen Nikolaus. Auch soll er einen Jungen aus dem Meer
gerettet haben, der beim Wasserschöpfen über Bord gegangen war.
Isidor von Chios lebte im 3. Jh. in
Griechenland. Legende: Er war Proviantmeister im römischen
Heer und segelte mit seiner Flotte von Alexandrien in Ägypten
nach Chios in Griechenland, wo er als Märyrer hingerichtet
wurde.
Vinzenz von Valencia lebte im 3. Jh.
in Spanien und war Diakon. Legende: Er starb den Märtyrertod,
seine Leiche wurde jedoch von Engeln bewacht. Man wollte den
Leichnam loswerden, indem man ihn in eine Ochsenhaut einnähte
und mit einem Mühlstein beschwert im Meer versenkte. Er wurde
an Land gespült, wo er von einer Witwe gefunden und bestattet
wurde.
Phokas, der Gärtner lebte im 3. Jh. in
der heutigen Türkei. Legende: Er hat Reisenden und Bedürftigen
immer wieder Unterkunft und Verpflegung besorgt, bis er
denunziert und zum Tode verurteilt wurde.
Amalberga von Gent lebte im 8. Jh. im heutigen
Belgien. Heilige Nonne und Mystikerin. Legende: Ihr Sarg schwamm in einem Boot
fort und wurde von Fischen begleitet.
Christina von Bolsena lebte im 8. Jh.
im heutigen Mittelitalien. Heilige Märtyrerin.
Legende: Weil Christina nicht fremden Göttern Opfer bringen
wollte, wollte ihr Vater sie töten. Er brachte sie auf
ein Schiff, band ihr einen Mühlstein um den Hals und warf sie
ins Meer. Engel eilten zu Hilfe und brachten Christina an
Land. Später starb sie an Pfeilen.
Idesbald von Duinen lebte etwa von 1090-1167 in Belgien.
Er war Abt im Benediktinerkloster Duinen. Die Stadt Duinen nennt
sich heute Sankt Idesbald.
Petrus Gonzales lebte etwa 1190-1246
in Spanien. Nach einem adeligen Leben in Wohlstand trat er dem
Dominikanerorden bei. An der Küste Nordwestspaniens kümmerte
er sich um die Seefahrer, besuchte sie auf den Schiffen und
verkündete ihnen das Evangelium, lange bevor die
Seemannsmission entstand. Im Volksmund wird der Selige "St.
Telmus" genannt. Legende: In Sturm erschien er Seeleuten, um
sie zu warnen und zu retten.
Isidor von Tver lebte im 15. Jh. in
Russland. Legende: Er hat einen Kaufmann aus Seenot gerettet.
Franz Xaver lebte von 1506-1552 und stammte aus Spanien.
Er gründete zusammen mit Ignatius von Loyola den Jesuitenorden. Der
portugiesische König schickte ihn auf eine Missionsreise nach Goa. Er
missionierte unter anderem in Indien und Japan.
Raphael ist einer der Erzengel. Sein
Name bedeutet "Gott heilt". Im biblischen Buch Tobit hilft er
als Reisefreund dem jungen Tobit, einen Fisch zu finden, den
sein blinder Vater als Medizin braucht. Er wurde so zum
Schutzpatron der Reisenden überhaupt.
Christophorus' Leben ist ausschließlich
legendär. Legende: Christophorus war riesig und trug das
kleine Jesuskind über den Fluß, wobei es immer schwerer wurde,
denn Jesus trug die Last der ganzen Welt. |
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| | Zitat: |
| "Die Benutzung von Ozean und Luft steht allen zu, und kein Volk und keine Privatperson kann Anspruch auf die See erheben." |
| Elizabeth I., 1533 bis 1603 |
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